- Ich werde mit einer gleichaltrigen Schwester, einem großen Bruder (der aber bald ausziehen wird, wenn ich nichts falsch verstanden habe) und meinen Gasteltern auf einem Bauernhof östlich von Jonköping leben, mit einer alten Hundedame, Kühen, Schweinen, Hühnern und sogar (wer hätte es gedacht) Katzen! Ich werde ungefähr eine halbe Stunde mit dem Bus zur Schule fahren müssen, also ist der Schulweg kürzer als hier in Deutschland. Leider geht meine Gastschwester nicht auf meine Schule, aber das hat sicher auch seine Vorteile.
Ich bin im Packstress. Wie zur Hölle soll man einen fetten, wahrscheinlich für bis zu -25°C nichtmal annähernd ausreichenden Wintermantel in einen Koffer packen und dabei alles andere, von Socken über vieele viele Pullover bis Laufhosen auch noch da rein kriegen? Schwer zu managen - wird wahrscheinlich letztendlich doch nachgeschickt, NOCH ist ja kein Winter.
Kurz und knackig, sorry dafür - ich melde mich!
Vera
Samstag, 8. August 2015
Donnerstag, 6. August 2015
Das gesuchte Wort ist...
Reizüberflutung.
Anna aus der Whatsappgruppe hat es auf den Punkt gebracht - Austauschschüler kurz vor dem Abflug sind unberechenbar und nicht wiederzuerkennen. Im einen Moment ist alles rosarot, omg es geht bald los, Neues erleben, aufgeregt sein, ein komisches merkwürdiges Kribbeln im Bauch haben, das einen grinsen lässt.
Im Bruchteil einer Sekunde kann das umschwenken auf shit, ich muss das noch organisieren, verdammt wo sind meine Passfotos, omg warum denn ein Jahr und warum nur so ein kleiner Koffer dafür, und dann kommt der Moment, in dem man sich hinsetzen muss, weil einem klar wird, dass man weg geht.
WEG.
Nicht mal eben in den Urlaub. Keine gemieteten Bungalows oder Zeltplätze im Ausland, um jeden Tag ein bisschen Sightseeing zu betreiben - Nö.
Leben. Im Ausland. Ein Auslandsjahr bedeutet weg sein, um weg zu sein. Jemand anderes zu werden, anders zu leben, anders zu denken. Kurzum: Dieser Magengrubenschlagmoment ist nicht unbedingt angenehm, aber er führt dazu, dass man sich bewusst wird, was man zurück lässt und was nicht mehr so sein wird wie davor - nie wieder. Und das macht total fertig! Ich kann mir sogar vorstellen, dass es für einen Austauschschüler vor dem Auslandsjahr stressiger ist als dann endlich drin zu sein in diesem riesen Abenteuer. So viel kommt wie eine riesen Welle auf einen zu - und es ist klar, dass man zu klein ist, um das alles wie ein Schwamm aufzunehmen und dran zu wachsen. Pustekuchen, es schwappt über und man rutscht höchstwahrscheinlich noch auf den Pfützen aus auf dem Weg zum Wegsein und Neueserleben.
Trotzdem ist es das wert. Alleine, was für Leute ich auf dem Weg bis hierhin schon kennengelernt habe - unbezahlbar! Ich liebe euch, liebe Urknallfamilienmenschen, und ich wünsche euch ein wunderbares Jahr, eine wunderbare Zeit, unvergessliche Erlebnisse und vor allem, dass wir uns nie aus den Augen (Texte tippenden Fingern) verlieren!
Noch sieben Tage, Leute.
Anna aus der Whatsappgruppe hat es auf den Punkt gebracht - Austauschschüler kurz vor dem Abflug sind unberechenbar und nicht wiederzuerkennen. Im einen Moment ist alles rosarot, omg es geht bald los, Neues erleben, aufgeregt sein, ein komisches merkwürdiges Kribbeln im Bauch haben, das einen grinsen lässt.
Im Bruchteil einer Sekunde kann das umschwenken auf shit, ich muss das noch organisieren, verdammt wo sind meine Passfotos, omg warum denn ein Jahr und warum nur so ein kleiner Koffer dafür, und dann kommt der Moment, in dem man sich hinsetzen muss, weil einem klar wird, dass man weg geht.
WEG.
Nicht mal eben in den Urlaub. Keine gemieteten Bungalows oder Zeltplätze im Ausland, um jeden Tag ein bisschen Sightseeing zu betreiben - Nö.
Leben. Im Ausland. Ein Auslandsjahr bedeutet weg sein, um weg zu sein. Jemand anderes zu werden, anders zu leben, anders zu denken. Kurzum: Dieser Magengrubenschlagmoment ist nicht unbedingt angenehm, aber er führt dazu, dass man sich bewusst wird, was man zurück lässt und was nicht mehr so sein wird wie davor - nie wieder. Und das macht total fertig! Ich kann mir sogar vorstellen, dass es für einen Austauschschüler vor dem Auslandsjahr stressiger ist als dann endlich drin zu sein in diesem riesen Abenteuer. So viel kommt wie eine riesen Welle auf einen zu - und es ist klar, dass man zu klein ist, um das alles wie ein Schwamm aufzunehmen und dran zu wachsen. Pustekuchen, es schwappt über und man rutscht höchstwahrscheinlich noch auf den Pfützen aus auf dem Weg zum Wegsein und Neueserleben.
Trotzdem ist es das wert. Alleine, was für Leute ich auf dem Weg bis hierhin schon kennengelernt habe - unbezahlbar! Ich liebe euch, liebe Urknallfamilienmenschen, und ich wünsche euch ein wunderbares Jahr, eine wunderbare Zeit, unvergessliche Erlebnisse und vor allem, dass wir uns nie aus den Augen (Texte tippenden Fingern) verlieren!
Noch sieben Tage, Leute.
Montag, 20. Juli 2015
"Wie viele Tage noch?"
Zwischen 100 und 40 war diese Frage noch einfach zu beantworten - ab 30 wurde mir mulmig, wann immer ich aufs Handy sah. Inzwischen sind es noch 23 Tage hier in Deutschland.
Die Zeit zerrinnt einem zwischen den Fingern. Man hat noch so viel zu tun, und verschiebt so viel nach vorne, und alles was einem bleibt ist zu wenig Zeit,
und alles was man tun kann ist versuchen Schritt zu halten und nicht hinzufallen,
und alles was man sonst noch machen kann ist sich einreden, dass das alles bald besser wird, auch wenn eine tolle Zeit zu Ende geht. - Alles was einem bleibt ist der Blick nach vorne: trotzdem 'ne verdammt gute Aussicht!!
Die Zeit zerrinnt einem zwischen den Fingern. Man hat noch so viel zu tun, und verschiebt so viel nach vorne, und alles was einem bleibt ist zu wenig Zeit,
und alles was man tun kann ist versuchen Schritt zu halten und nicht hinzufallen,
und alles was man sonst noch machen kann ist sich einreden, dass das alles bald besser wird, auch wenn eine tolle Zeit zu Ende geht. - Alles was einem bleibt ist der Blick nach vorne: trotzdem 'ne verdammt gute Aussicht!!
Dienstag, 14. Juli 2015
Und mit einem Schlag...
...wird's Wirklichkeit:
Meine Gastfamilie steht fest - das Dorfkind Vera wird auf einem Bauernhof mit Kühen, Hund und gleichaltriger Schwester leben! Mehr sag ich erstmal nicht, nur, dass ich mich riiiiiiiesig freue, das ist echt unglaublich! Vor der E-Mail war Schweden zwar present, aber irgendwie nicht real, es war ein Wunschdenken, ein Traum, ein kurzer Gedanke, der Vorfreude auslöst. Und dann erfährst du, dass eine Familie sich entschieden hat, DICH aufzunehmen und ein Jahr mit einem wildfremden Menschen im Haus zu verbringen!:3 OMG!?
Leute, ich weiß nicht, was ich noch sagen soll.
Ich glaub ich belass' es dabei ↑
Und an alle, die noch warten: Genießt das Träumen♥
Vera
Meine Gastfamilie steht fest - das Dorfkind Vera wird auf einem Bauernhof mit Kühen, Hund und gleichaltriger Schwester leben! Mehr sag ich erstmal nicht, nur, dass ich mich riiiiiiiesig freue, das ist echt unglaublich! Vor der E-Mail war Schweden zwar present, aber irgendwie nicht real, es war ein Wunschdenken, ein Traum, ein kurzer Gedanke, der Vorfreude auslöst. Und dann erfährst du, dass eine Familie sich entschieden hat, DICH aufzunehmen und ein Jahr mit einem wildfremden Menschen im Haus zu verbringen!:3 OMG!?
Leute, ich weiß nicht, was ich noch sagen soll.
Ich glaub ich belass' es dabei ↑
Und an alle, die noch warten: Genießt das Träumen♥
Vera
Dienstag, 9. Juni 2015
VBT + warten, warten, warten...
Wow, und ehe man sichs versieht, ist 'ne Woche schon wieder rum. Und ehe man sichs versieht, ist ein Monat rum, ehe man sichs versieht, wird der Countdown zweistellig - inzwischen sind es nur noch 64 Tage, bis ich in München in den Flieger nach Stockholm steige.
Auf der Vorbereitungstagung habe ich wunderbare weltraumige Menschen kennengelernt (- bis in einem Jahr auf dem YES! ♥). Über die VBT könnte ich jetzt ewig schreiben, ich könnte aufzählen, was ich erlebt habe, erklären, warum und wie ich mein Denken verändert habe - und doch würde es niemand verstehen, der da kein Teil von war. Deshalb bleibt mir nur ein DANKE, YFU. Danke, dass ihr uns der Welt ein Stück näher bringt. Das war die weltraumigste, mit wundervollen Leuten gefüllte und ereignisreichste Woche meines Lebens.
Gastfamilie? Fehlanzeige:D Aber da auf der VBT die meisten auch noch keine Familie hatten, mach' ich mir noch keine Gedanken - aber hoffen tu' ich dann doch, dieses Warten macht einen verrückt! Und die ständigen 'Weißt du eigentlich jetzt, wo du genau hinkommst?'-Fragen nerven auch auf Dauer..auch ist es langsam peinlich, immer mit 'Nein' antworten zu müssen, haha:D
Ich halt' euch auf dem Laufenden!
Vi ses snart!
Vera
Auf der Vorbereitungstagung habe ich wunderbare weltraumige Menschen kennengelernt (- bis in einem Jahr auf dem YES! ♥). Über die VBT könnte ich jetzt ewig schreiben, ich könnte aufzählen, was ich erlebt habe, erklären, warum und wie ich mein Denken verändert habe - und doch würde es niemand verstehen, der da kein Teil von war. Deshalb bleibt mir nur ein DANKE, YFU. Danke, dass ihr uns der Welt ein Stück näher bringt. Das war die weltraumigste, mit wundervollen Leuten gefüllte und ereignisreichste Woche meines Lebens.
Gastfamilie? Fehlanzeige:D Aber da auf der VBT die meisten auch noch keine Familie hatten, mach' ich mir noch keine Gedanken - aber hoffen tu' ich dann doch, dieses Warten macht einen verrückt! Und die ständigen 'Weißt du eigentlich jetzt, wo du genau hinkommst?'-Fragen nerven auch auf Dauer..auch ist es langsam peinlich, immer mit 'Nein' antworten zu müssen, haha:D
Ich halt' euch auf dem Laufenden!
Vi ses snart!
Vera
Sonntag, 17. Mai 2015
88 Tage...
...oder so. Ich wage es schon gar nicht mehr, auf den Countdown zu schauen, weil es mir gerade so vorkommt als würden die Tage sich im Sekundentakt abzählen. Wer hätte gedacht, dass es mir mal so schwer fällt, an den Abflug zu denken? Das alles hier hinter mir zu lassen? Jetzt, wo gerade alles gut ist und man sich eigentlich nur wünscht, bis ans Ende seiner Tage genau so zufrieden mit allem zu sein wie genau JETZT.
Und was macht eine Vera da?
Haut ab nach Schweden. Perfektes Timing!
Naja, jedenfalls herrscht in meinem Kopf gerade ein ziemliches Gedankenwirrwarr, und ich wette es wird keinem Austauschschüler anders ergehen.
Ich versuche, die letzten Wochen in vollen Zügen zu genießen und jede Minute vollkommen auszukosten. In Sachen Gastfamilie hat sich übrigens noch nichts getan - da kann man nur den berühmten Satz 'Abwarten und Tee trinken' von sich geben.
Habt ein schönes Wochenende:)
Vera
Und was macht eine Vera da?
Haut ab nach Schweden. Perfektes Timing!
Naja, jedenfalls herrscht in meinem Kopf gerade ein ziemliches Gedankenwirrwarr, und ich wette es wird keinem Austauschschüler anders ergehen.
Ich versuche, die letzten Wochen in vollen Zügen zu genießen und jede Minute vollkommen auszukosten. In Sachen Gastfamilie hat sich übrigens noch nichts getan - da kann man nur den berühmten Satz 'Abwarten und Tee trinken' von sich geben.
Habt ein schönes Wochenende:)
Vera
Freitag, 1. Mai 2015
103 Tage und ein paar Gedankenfetzen
#knowthestruggle ?
Ich mach' mit fremden Leuten Abi!
Ich hab' eine Heidenangst, meine Leute zu verlieren.
Ich hab' eine Heidenangst, keine Leute zu finden.
Ich will euch mitnehmen.
Ich will hierbleiben!
Warum vergeht die Zeit denn jetzt bitte so schnell?
Ich will endlich nach Schweden.
Ich will endlich hier weg.
Ich will hier nicht weg?!
Warum?!
Wann geht's endlich los?
Ich möchte endlich wissen, wo ich hinkomme!
*starrt auf Countdown* - Ohhhhhhshit. Ich sollte anfangen zu packen.
Was nehm' ich überhaupt alles mit?
Jag heter Vera.
Ich sollte anfangen, Schwedisch zu lernen.
Wieso bist du so traurig, dass ich gehe?
Ich will nicht von dir weg!
Ich komm ja wieder.
Ich werd' den Frühling hier nächstes Jahr nicht mitbekommen.
*tiefdurchatme*
Ich hab' definitiv Angst.
103 Tage.
103 Tage.
Ich glaub', ich hyperventiliere.
Abonnieren
Posts (Atom)