Donnerstag, 10. September 2015

Differenzen

  • Schweden reden nicht miteinander. Meistens jedenfalls - im Bus ist IMMER Stille, auch wenn Freunde nebeneinander sitzen (kann aber auch daran liegen, dass sich in meinem Bus frühs jedenfalls nicht mehr als 4 Menschen befinden, dachte das gibt's nur daheim! :D). Die haben dann meistens beide ihre Kopfhörer im Ohr und träumen so nebeneinander vor sich hin.
  • Schweden lieben Kartoffeln. Egal wann, wie und WO - Schule, Café, Zuhause. Kartoffeln mit Köttbullar, brauner Soße und Preiselbeeren (lingon), bakad potatis - einfach nur Kartoffeln im Ofen, gegessen mit Butter und whatyoulike
  • Schweden lieben weiße Converse. Ob Junge (pojke) oder Mädchen (flicka), JEDER, wirklich JEDER trägt die Dinger (außer mir, ehh. Vans sieht man hier eher selten bzw wenn dann an Jungsfüßen!). Sogar im Sportunterricht. Kein Witz!
  • Schweden lieben KEBAB. Ist streng genommen einfach nur Dönerfleisch, nur anders benutzt und mit einer anderen, feeeetten Soße. Hatte es jetzt schon auf Pizza - und übrigens, Pizza mit Pommes drauf ist hier auch der Renner (natürlich nicht zu vergleichen mit potatis und köttbullar).
  • Schweden hören immer und überall Musik. Zum Beispiel im Matheunterricht.
  • Schweden lieben Fahrräder - und die Fahrradwege sind luxuriös ausgebaut, sag ich euch!
  • und, achja: Schweden lieben Essen allgemein (jaja, ich red' zu viel übers Essen, tut mir Leid)! Ich ess' hier soo viel, einfach weil es immer irgendwo Essen gibt. Jedenfalls hab ich so das Gefühl. 

Klar, es gibt noch mehr zu unterscheiden, aber mein müdes Hirn weiß vor lauter jag måsta pratar svenska schon gar nicht mehr wohin mit all den Worten (und übrigens, ich lerne hier Spanisch auf dem 5. Level! Nach einem Jahr Jux und Tollerei-'Spanisch' in Deutschland! Hiilfe!) in meinem Kopf. Ich fang' leider schon an, mein Englisch mit Deutsch und Schwedisch zu mixen, das ist echt argh.
Men, ich meld' mich!
Vera <3

Sonntag, 6. September 2015

Zucker!

Leute, ich nehm' hier zu.
Frühs gibt es Weißbrot und in der Schule hab ich so ein tiiefes Loch im Bauch, das ich dann mit meist ganz okayem Schulessen füllen muss, weil ich sonst das Gefühl habe an Ort und Stelle vom Fleisch zu fallen. Und dann komme ich heim und 3h später gibt es Abendessen. Und, um 21:00, ziemlich schräg, gibt es Kaffee und Kuchen - Puhh!
Und wenn hier in der Nähe das berühmte Polkagris hergestellt wird, kann man da doch auch nicht 'tatenlos' danebenstehen und nur jeden anderen probieren lassen!
Trotz allem: Grad, im Moment, bin ich verdammt glücklich.
Kaltes Wasser wird ja doch wärmer, wenn man länger drin bleibt.
Vera

Mittwoch, 2. September 2015

kleines Update

Hej ihr da draussen!
(Oh man, die schwedische Tastatur ist noch nicht so meins - muss ich mich dran gewöhnen - wer Fehler findet, kann sie behaalten :b)
Ich lebe noch und mir geht es soweit gut. Ein Auslandsjahr stresst, aber das wurde uns ja lang und breit erklärt: Höhen und Tiefen, Achterbahnfeeling, Muedigkeit (wo ist mein u mit Umlaut :() usw. Ich sitze gerade in der Schule und habe nichts zu tun, weil ich einen neuen Stundenplan bekommen habe - ich werde ab heute einen Schwedischkurs fuer Nicht-Muttersprachler besuchen und bin deswegen nicht mehr in allen Fächern dabei, die meine Klasse gemeinsam hat. Ausserdem habe ich Montags, Dienstags und Freitags jeweils 3h Pause und leider hab ich noch keine Ahnung, wie ich diese Zeit sinnvoll nutzen kann:/ Wird sich aber zeigen, hoffentlich. Ab dieser oder nächster Woche werde ich bei einem 'Nachbarn' (Definition ist hier etwas anders: man zeige in eine beliebige Richtung in den Wald und sage 'Da lebt mein Nachbar Soundso' - zuerst hält man die Leute fuer bekloppt, die das sagen, aber wenn man der Sache dann nachgeht, findet man in ca 3km Entfernung dann doch irgendwo ein kleines rotes Häuschen mit lebenden Insassen im Wald:D) mit den Pferden helfen, das wird bestimmt cool! Mal sehen, was ich noch so mache. Muss sich hier halt alles noch einpendeln und ich mich einleben.
Was das Schwedisch angeht - ich verstehe immer mehr, aber das Antworten ist dann doch schwerer als gedacht. Aber das wird.
Ich wuensche euch eine sonnige Woche!
Hejdå :*
Vera

Montag, 24. August 2015

no words needed

On-Arrival:






Bitte entschuldigt für die klägliche Anzahl der Bilder, aber ich hatte wahrlich keine Zeit (und keine Nerven, hehe), um mehr Bilder zu machen -
Vera


Freitag, 21. August 2015

Schule!

Leute, Schule ist hier echt anders. Ich habe nur einmal in der Woche Unterrichtsbeginn um 8:00 Uhr, sonst fängt die Schule zwischen 8:35 und irgendwann nach 9:30 an. Auch ist irgendwie jede Unterrichtsstunde unterschiedlich lang und man hat zwischen jeder Stunde mindestens 10 Minuten Pause - öfter jedoch sind breaks von 20-45 Minuten, und Montags habe ich geschlagene 3h Mittagspause und danach eine letzte Unterrichtsstunde - jap, Schule ist gechillt, aber lang.
An meiner Schule bekommt jeder Schüler vor 8:00 Uhr einen kostenlosen Kaffee, es gibt free WIFI und das Schulessen wird vom Staat bezahlt. Schweden scheint seine Schüler sehr wertzuschätzen, I like!
Auch hat man nicht mehr als 5 Fächer at all. Wenn man sich dann mal den deutschen Lehrplan ansieht, scheinen 14 Fächer geradezu surreal!
Und: Schwedisch macht Kopfweh, wenn man es sich zu lange anhört und noch nichts versteht.
Vi ses!
Vera

Mittwoch, 19. August 2015

Vor einem Jahr...

... Saß ich daheim und sah mir das Video von der On-Arrival Orientation 2014 an - und irgendwie war es unvorstellbar, dass ich selbst mal dadrin vorkommen würde. Und plötzlich ist 'n Jahr und 'ne Bewerbung rum und man sitzt da, auf seinem Hochbett im kleinsten 4er-Zimmer der Welt und wird tagsüber gefilmt beim Schwedischlernen und Spaß haben. Und plötzlich erlebt man das alles selbst, das, was man sich vor einem Jahr mit voller Sehnsucht im Bauch angeguckt hat.
Ich bin schon eine Woche hier und seit 2 Tagen in der Schule, und in meinem Kopf herrscht ein bisschen ein Sprachproblem, zu viele Wörter und Sätze in meinem kleinen Hirn verursachen Kopfweh und MÜDIGKEIT (ein Wort, dass man möglichst bald in seiner Sprache können sollte: "Jag är trött!") - aber naja, ich geb' mein bestes mehr zu lernen, im Moment läuft noch fast alles auf Englisch und ab und zu fallen ein paar schwedische Wörter mit rein (seltenst). Die schwedischen Schüler reden nicht gerne Englisch, merke ich. Noch ein Ansporn mehr, Schwedisch zu sprechen - der andere ist, dass sich meine Gastfamilie immer wie eine Horde Honigkuchenpferde freut, wenn ich etwas Schwedisches von mir gebe :D
Naja, sonst geht's mir gut, ich melde mich! Und schaut euch das Video an!
Vera

Samstag, 15. August 2015

Uff.

Bin da.
Nach 3 Tagen Orientation, die eigentlich alles andere als orientierend ist - am ersten Abend denkt man sich oh shiit, was mach ich hier eigentlich?! Am zweiten fängt man an zu glauben, man träumt. Am dritten Abend hat man sich soweit mit den anderen Austauschschülern angefreundet, dass man sich kurz fühlt wie auf einer Klassen- oder Jugendreise. Aber wenn es dann wieder ans Packen geht, und man die Tickets für den Zug bekommt, wird einem mulmig.
Ich bin mit einem Brasilianer bis zur Hälfte der Strecke Zug gefahren (was mich übrigens überrascht hat: die Züge sehen zwar total abgeranzt aus, haben aber [natürlich, wie ungefähr überall in den Ballungsräumen Schwedens] free WIFI und sogar ein Sonnensegel zum Runterklappen - war echt nützlich!!), und dann in eine Bummelbahn zu der Stadt, in der sich meine Schule befindet, gestiegen. Die Minuten vor dem Aussteigen sind der Horror, sag ich euch - man malt sich alles mögliche vor der Begrüßung aus und dann ist doch alles innerhalb einer halben Minute vorbei und man ist auf dem Weg zum Auto, alles vergessend, englisch redend und aufgeregt.
Man sieht viel neues (und rotes, vor allem Häuser und dunkelorangene Kühe) und redet Englisch und ist die ganze Zeit in Habachtstellung vor eventuellen Missverständnissen - Heiland, das ist echt anstrengend. Ich bin hundemüde!
Aber dennoch gehe ich jetzt Krebskörbe auslegen, man muss ja alles mal mitmachen hier!:)
Übrigens: Die Schweden schwitzen hier fast. Ich friere.
Bye bye!
Vera